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22.06.17

Feldrundfahrt in Hohne 2017 - Landvolkverband Hohne

Artenvielfalt im Gehege von Lutz Eichler auf dem Gutshof von Kai von Steuber.
Kai von Steuber erläutert die Zusammensetzung der Arten. Links Christoph Düvel.
Naturanpflanzung mit Saatgutmischung am Ahnsbecker Weg.
Christoph Düvel
Weiterfahrt durch den Knickbusch.
Am Horizont kündigt sich ein Gewitter an.
Peter Trumann
Olaf Müller (li.) und Christoph Düvel.
Kälberaufzuchtbereich.
Abschlussgrillen

Die diesjährige Feldrundfahrt des Landvolkes (Bezirksverband Hohne) führte durch die Gemarkung Hohne. Christoph Düvel konnte über achtzig interessierte Mitfahrer auf Müller’s Hof in der Müdener Straße begrüßen.
Der erste Halt wurde vor dem Wildtiergatter von Lutz Eichler auf dem Hof von Kai von Steuber eingelegt. Kai referierte über den Tierbestand in dem Gehege. So leben Kängeruhs mit Pampashasen, schwarzen Hühnern aus Asien, Kronkraniche aus Afrika, Zuchtpfaue, Pelikane und Flamingos zusammen. Die Wildtruthähne unterstützen die Pfauen beim Ausbrüten der Pfaueneier. Ab und zu gesellen sich die frei lebenden Störche und Wildgänse hinzu. Ein Großteil des Geländes nimmt das Rotwild ein. Die Fahrt wurde durch den idyllischen Bülow Busch fortgesetzt.
Der nächste „Beobachtungshalt“ wurde am Ahnsbecker Weg eingelegt. Hier nutzte Christoph Düvel die Gelegenheit, die Gäste zu begrüßen. Er stellte Peter Trumann und seine „rechte Hand“, Herrn Keul, vor. Auch der Geschäftsführer des Celler Landvolkverbandes, Martin Albers, wurde herzlich begrüßt. Christoph referierte über die Bewirtschaftungsmöglichkeiten auf kargen Böden am Beispiel der Einbringung einer Saatgutmischung im Rahmen des Niedersächsischen Agrarprogrammes. Hierfür erhält man staatliche Unterstützung mit dem Nachteil einer über Jahre nachwirkenden Unkrautflora. Der benachbarte Weizen entwickelt sich mit Unterstützung der künstlichen Beregnung auf dem leichten Boden sehr gut.
Die Fahrt setzte sich Richtung Hohne über den Knickbusch bis zum Nordburger Weg fort. Hier referierte Peter Trumann mit Unterstützung von Christoph über die klimatische Entwicklung und den Zustand der Früchte auf den Äckern im Jahr 2017. Die kühle Witterung war für die Wintergerste nicht nachteilig. Wenn kein Starkregen einsetzt, könnten in 2017 durchschnittliche Erträge geerntet werden. Der Winter war relativ trocken und der März relativ feucht. Bei der Sommergerste hat sich deshalb die Aussaat bis Mitte April hingezogen. Bis zum Juni war der Rückstand bis auf ein paar dunkle Flecken, bedingt durch den kalten April, wieder aufgeholt worden. Besonders ab dem 10. Mai legten die Wintergerste, der Mais und die Rüben mächtig  zu. Die Rüben überstanden Fröste von bis zu -7 Grad aufgrund der guten Feuchtigkeit. Auch der Raps konnte die Frühjahresschäden ausgleichen. Das Kartoffelpflanzen zog sich witterungsbedingt bis zu 10 Wochen hin. Die befürchtete Kartoffelfäule hielt sich in Grenzen. Nun hofft man, dass man auch viel vom Acker ernten kann und die Preise an den Märkten stabil bleiben.
Der letzte Halt wurde am Kuhstall von Olaf und Anja Müller im Rohrbruch eingelegt. Olaf schilderte die Bauphasen von 2003, 2010 und 2016. Die ständigen Erweiterungen ermöglichten die Erweiterung der Herde von 35 auf 190 Kopf Kühe. Trotz künstlicher Besamungstechnik hält Olaf im „Notfall“ noch einen Bullen. Intensiv erläutert den Besuchern die Kälberaufzucht.
Im Anschluss an den Kuhstallbesuch machte sich der Tross wieder auf den Weg zum Hofgelände von Olaf Müller. Hier fand die interessante Feldrundfahrt ihren Abschluss mit einem Grillen. Dieses wurde begleitet durch ein heraufziehendes Gewitter.