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2.09.17

Neuer Pastor in Hohne - Offizielle Einführung von Jan-Dirk Weihmann

Der neue Hohner Pastor Jan-Dirk Weihmannmöchte die Jugendarbeit ausbauen. Foto: Oliver Knoblich

Ein Vikariat in Hamburg und South Dakota (USA). Dann sieben Jahre die Arbeit als Pastor in Äthiopien. Anschließend die Rückkehr nach Deutschland zur Militärseelsorge. Pastor Jan-Dirk Weihmann ist schon ordentlich im Leben herum gekommen. Nun wird er neuer Pastor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Hohne.

HOHNE. „Ich werde morgen in meiner Predigt über Multivitaminsaft reden“, erzählt der neue Pastor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Hohne, Jan-Dirk Weihmann. Ungewöhnlich ist dieses Thema für ihn nicht. Bisweilen werden selbst Chart-Hits wie der Linkin-Park-Song „Castle of Glass“ Gegenstand seiner Predigt. Der 45-Jährige ist seit etwa einem Monat im Amt. Nun soll er am morgigen Sonntag in einem Gottesdienst um 10 Uhr offiziell eingeführt werden.

Weihmann hatte seit seinem Theologie-Studium in Hermannsburg eine sehr abwechslungsreiche Zeit. Von einem Vikariat in Hamburg und South Dakota (USA) ging es nach Äthiopien und nach sieben Jahren zurück nach Deutschland zur Militärseelsorge. „Bisher habe ich in meinem Berufsleben nur in Sonderpfarrämtern gearbeitet. Gemeinde-Pfarrer von Hohne ist damit für mich ein ganz neues Erlebnis“, berichtet der 45-Jährige.

In Äthiopien arbeitete er von 2001 an in einem Distrikt als Berater für evangelische Arbeit, bildete Pastoren aus und hielt Basisgesundheitsseminare. Seine Frau Dorothe, die er fünf Jahre zuvor kennengelernt und 1998 geheiratet hatte, kam mit. „Wir sind mit einem Team übers Land gefahren und haben über die Folgen von Verstümmelung aufgeklärt“, erzählt Weihmann.

Im Jahr 2007 kehrte die Familie – mittlerweile hatten die Weihmanns vier Kinder bekommen – nach Deutschland zurück. Weihmann trat in die Militärseelsorge ein. „Dieses Jahr bot sich wegen meines Lebensalters und den Erfahrungen der Wechsel nach Hohne einfach an“, erklärt der gebürtige Neumünsteraner.

Obwohl er erst seit knapp einem Monat in dem kleinen Dorf wohnt und arbeitet, käme es ihm bereits vor wie eine Ewigkeit, sagt Weihmann. „Ich wurde von den Menschen unglaublich liebevoll aufgenommen und gleich mit Einladungen zu Veranstaltungen, die zum Leben der Gemeinde dazugehören, überschüttet“, freut sich der 45-Jährige. Von einem Tischgebet beim Fest in Helmerkamp, über eine Fahrt im Festwagen in Hahnenhorn bis hin zur Kaffeetafel einer 80-jährigen Dame war alles dabei.

Jeder Einladung käme er mit Freude nach, so der Pastor. „Ich möchte ein Pastor zum Anfassen sein, mit dem man sowohl Gespräche über den Zaun oder bei Kaffee und Kuchen, als auch bei einem Bier im Zelt führen kann“, sagt Weihmann. Erste Pläne für die Zukunft der Gemeinde habe er schon. Er hofft zusammen mit seiner Frau, die Kinder- und Jugendarbeit ausbauen zu können.

Quelle: CZ-Online, 1.09.2017