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Geschichte der Gemeinde Hohne 1980 - 1985

1981 - Verteilungskampf mit Samtgemeinde

Unmut verursachte der Haushalt 1981. Die Samtgemeindeumlage berechnete sich seit dem 1. Januar 1981 ausschließlich nach der Steuerkraft (vorher zu 50 % Steuerkraft und 50 % Einwohnerzahl). Da die Gemeinde Hohne in 1980 2,5 Millionen DM (Vorjahre im Schnitt 500.000 DM) Gewerbesteuereinnahmen durch Gewerbesteuernachzahlungen aufgrund des „Ölschocks“ (Iran-Krise) erzielt hatte, stieg nur in diesem Jahr entsprechend die Samtgemeindeumlage auf 1,256 Millionen DM (1980 = 425.000 DM), die Kreisumlage auf 1,1 Millionen. DM (1980 = 456.000 DM). Ratsherr Krösmann wollte rechtliche Schritte gegen die Höhe der Samtgemeindeumlage einleiten, was abgelehnt wurde. Der Haushalt für 1981 wurde im November 1980 vom Rat abgelehnt.
Obwohl der Rat über keinen beschlossenen Haushalt verfügte, erhöhte er das Sitzungsgeld von 5 DM auf 10 DM.
Aber auch im März hatte sich der Unmut noch nicht gelegt. Ratsherr Thölke erklärte für die SPD/FDP-Gruppe, dass sie den Haushalt nicht verabschieden werde, weil die Samtgemeindeumlage zu hoch bemessen sei. Ferner wurde der Samtgemeinde vorgeworfen, für Hohne im Bereich Schwimmbad, Kanalisation usw. zu wenig zu tun. Samtgemeindedirektor Hennies und die CDU-Fraktion entgegneten, dass das Thema rechtlich und sachlich ausführlich diskutiert wurde und man sich bei Ablehnung des Haushaltes mit „falschem Heldentum“ die eigene Finanzhoheit entziehte. Der Rat lehnte den Haushalt ab und beschloss dafür einen Antrag an die Samtgemeinde, die Samtgemeindeumlage nach dem alten Schlüssel zu ändern. Der Samtgemeinderat lehnte ab. Das Ansinnen war zwecklos, denn die Samtgemeinde erhielt aufgrund der gestiegenen Hohner Steuereinnahmen geringere Zuweisungen aus Hannover, die durch eine höhere Samtgemeindeumlage ausgeglichen werden mussten. Nach altem Schlüssel (50 % Steuerkraft und 50 % Einwohnerzahl) hätte Hohne 378.000 DM gespart, die aber in Haushalten Eldingen und Ahnsbeck gefehlt hätten. Die Samtgemeindeumlage hätte auch nach altem Schlüssel erhöht werden müssen, um den finanzschwachen Mitgliedsgemeinden entsprechende Zuweisungen zum Ausgleich ihrer Haushalte geben zu können. Der Rat blieb bei seinem Nein auch nach einer Verfügung der Aufsichtsbehörde. Nun musste der Landkreis eine Haushaltssatzung erlassen, die vom Rat schließlich am 18. August 1981 akzeptiert wurde, da das Einlegen von Rechtsmitteln sinnlos war.

1981 - Sportanlagenbau

Turnhalleneinweihung

Nachdem die Schützengilde Hohne und die Schießgruppe Spechtshorn sich darauf geeinigt hatten, eine neu zu erbauende Schießanlage gemeinsam zu nutzen, wurden Zuschüsse vom Rat in Aussicht gestellt.
Der neue Spielplatz nördlich der neuen Turnhalle sollte 1000 Quadratmeter umfassen und kostete 35.000 DM. Neben dem Spielplatz wurde ein Rodelberg für die „schneereichen“ Jahre in Hohne angelegt.
Der Samtgemeinderat beschloss 1981, für das Jahr 1982 einen Zuschuss in Höhe von 10.000 DM für die Errichtung der Flutlichtanlage zu gewähren. Der TuS Hohne-Spechtshorn musste sich jedoch verpflichten, kein Nutzungsrecht für die Turnhalle zu stellen, soweit sie aus dem Sportbetrieb auf dem gemeindeeigenen Sportplatz der Gemeinde Hohne herrühren. In der Praxis führte das dazu, dass in den Folgejahren keine Umkleidekabinen und, was noch schwerer wog, keine Toiletten für die Sportplatzbesucher zur Verfügung standen.
Am 11. September 1981 wurde die Turnhalle in Hohne feierlich ihrer Bestimmung übergeben. Baubeginn war Mai 1980. Der Standort musste aufgrund der schwierigen Bodenverhältnisse verlegt werden. Die Kosten fielen auch unplanmäßig höher aus. Statt der geplanten 1.155.000 DM mussten einschließlich Außenanlagen, Turngeräten usw. 1.750.000 DM ausgegeben werden. Kostentreiber waren die erhöhten Vorplanungskosten für die Halle (18 mal x 36 Meter), die wesentlich höheren Gründungs-mehrkosten (+ 250.000 DM), zusätzliche Parkplätze, Lohn- und Materialpreiserhöhungen von 21 % auf zwei Jahre verteilt, zusätzliche Erstellung von Toiletten und eines Geräteraumes für die Außensportanlage der Gemeinde Hohne.
 

1981 - Gemeinderatswahlen

Rat der Gemeinde Hohne nach der Wahl am 27. September 1981:

SPD: Erhard Thölke (Bürgermeister, H-Nr. 80), Diethelm Dreschel (Spechtshorn), Gisela Raidel (Spechtshorn), Hans Schmidt (H-Nr. 152).
CDU: Hans-Heinrich Hildebrandt (Spechtshorn), Dr. Andreas von Middendorff (H-Nr. 11), Heinrich Knoop jun. (Helmerkamp), Christa Thiele (H-Nr. 76), Hans-Ludwig Rautenberg (zweiter stellvertretender Bürgermeister, H-Nr. 26)
FDP: Heinrich Krösmann (erster stellvertretender Bürgermeister, H-Nr. 32), Werner Knoop (Helmerkamp).

1982 - Flutlichteinweihung und Patenschaftsgründung

Sportplatzeinweihung mit Patenkompanie

Flutlichtplatz für die Fußballer
Am 26. September 1982 erfolgte die feierliche Übergabe des von der Gemeinde Hohne erbauten Sportplatzes an den TuS Hohne-Spechtshorn. Turnhalle, Sportplatz mit Flutlicht, Schwimmbad und Tennisanlagen machten das Gebiet nördlich der Schule zu einem Sportzentrum, von dem noch viele nachfolgende Generationen profitieren sollen.

Patenschaftsgründung mit Soldaten aus Wesendorf

Am selben Wochenende wurde die Patenschaft zwischen der Gemeinde Hohne und der 4. Kompanie des Panzergrenadier-Bataillons 13 aus Wesendorf besiegelt. Es hatten schon ein Jahr Kontakte bestanden. Patenschaft und Sportplatzeinweihung wurden mit Feldgottesdienst, Musikzug, Fußballeinlagespielen, Manöverball ausgiebig gefeiert (siehe auch unter Kapitel „Patenschaften“).

1984 - Gründung Gewerbeverein

Gewerbeverein Hohne
Gewerbeverein Hohne

Aus der Idee heraus, gemeinsame Werbeaktionen zu realisieren, und damit auch Veranstaltungen für die Kundschaft der Gewerbetreibenden in die Tat umzusetzen, wurde der Gewerbeverein gegründet.

Ein feststehender Bestandteil der Arbeit des Vereins Hohner Gewerbetreibende e.V. ist der alljährlich stattfindende Weihnachtsmarkt geworden.

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